Fragen und Antworten zur Romanreihe und den Petersens
- Wieso gibt es 9 deutsche Marinen?
- Was bedeutet „historischer Roman“?
- Ist das Buch ein Geschichtsbuch für Historiker?
- Warum eine Romanreihe?
- Erlebt Klaus Petersen alle deutschen Marinen?
- Ist die Romanreihe spannend und kurzweilig?
- Ist Klaus Petersen ein „deutsches Pendant“ von Horatio Hornblower?
- Ist der Roman ein „Heldenepos“?
1. Wieso gibt es 9 deutsche Marinen?
Die erste deutsche Marine, die Reichsflotte (1) wurde 1848 durch das erste deutsche Parlament in der Frankfurter Paulskirche beschlossen. Das demokratische „Experiment“ endete jedoch bereits nach kurzer Zeit wieder, ausgetrocknet durch die um ihren Machtverlust fürchtenden Monarchen des Deutschen Bundes. Ohne deren finanziellen Beiträge endete 1853 auch die kleine Reichsflotte. Preußen erkannte jedoch die Bedeutung einer Flotte zum Schutz der Küsten und des Handels und begann eine Preußische Marine (2) aufzubauen. Als es Preußen 1867 gelang, Österreich aus dem Deutschen Bund zu drängen, musste Flagge und Namen geändert: werden. Für vier Jahre gab es die Marine des Norddeutschen Bundes (3). Nach der Ausrufung des Deutschen Kaiserreichs 1871 fuhren deutsche Marineschiffe unter der Flagge der Kaiserlichen Marine (4) bis zu dessen Ende 1918. In der Weimarer Republik gab es zunächst eine kleine Reichsmarine (5). Die Nationalsozialisten änderten 1935 nicht nur deren Zielsetzung, sondern auch Flagge und Namen in Kriegsmarine (6), die bis 1945 existierte. Erst 1956 gab es wieder deutsche Kriegsschiffe, sogar in zwei deutschen Marinen: Bundesmarine (7) und Volksmarine (8)! Seit der Wiedervereinigung gibt es nun die Deutsche Marine (9).
2. Was bedeutet „historischer Roman“?
Während alle Familienmitglieder (1848-2001) und einige notwendige Rahmenpersonen fiktiv sind, haben die in den Romanen behandelten zeitgeschichtlichen politischen und militärischen Ereignisse real stattgefunden, ebenso wie die darin handelnden Personen; zur Verdeutlichung sind reale Personen und Ereignisse im Buch in kursiver Schrift angeführt.
3. Ist das Buch ein Geschichtsbuch für Historiker?
Nein! Dem Leser wird – auf informative, manchmal spannende Weise – mittels der Familiengeschichte der Petersens die facettenreiche Geschichte der Marinen in Deutschland romanhaft nähergebracht. Das Buch erhebt auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber bei den wichtigsten Ereignisse sind die Petersens dabei und treffen auf die entscheidenden Persönlichkeiten.
4. Warum eine Romanreihe?
Fast 180 Jahre Geschichte und 9 deutsche Marinen in einem Buch als Roman sinnvoll und lesenswert unterzubringen ist unmöglich! Es gibt so viele interessante Besonderheiten aufzuzeigen und Entwicklungen sowie wichtige Ereignisse und Persönlichkeiten einzubeziehen.
5. Erlebt Klaus Petersen alle deutschen Marinen?
Nein, natürlich nicht! Auch fitte Marineoffiziere werden nicht 171 Jahre alt! Klaus Petersen ist der Ur-Ahn einer „Marinefamilie“. Über sieben Generationen werden Petersens Teil der Marinegeschichte Deutschlands über Reichsflotte, preußischer Marine, Marine des Norddeutschen Bundes, Kaiserlicher Marine, Reichsmarine, Kriegsmarine, Bundesmarine und Volksmarine bis zur Deutschen Marine der Gegenwart.
6. Ist die Romanreihe spannend und kurzweilig?
Ja! Mitglieder der Familie Petersen erleben – seit 1848 - den Alltag der jeweiligen deutschen Seestreitkräfte an Bord und an Land, später auch in der Luft, fahren zur See um die halbe Welt, nehmen hautnah an kriegerischen maritimen Auseinandersetzungen teil und werden befördert, teilweise in hohe Admiralsränge. Sie sind bei wichtigen Ereignissen der jüngeren deutschen Geschichte anwesend und kreuzen die Wege bekannter Personen deutscher Politik, Kultur, Wirtschaft und natürlich der Marine. Spannend und informativ wird – verwoben mit der Familiengeschichte - die facettenreiche Geschichte deutscher Marinen erzählt.
7. Ist Klaus Petersen ein „deutsches Pendant“ von Horatio Hornblower?
Im übertragenen Sinn schon: Der britische Bestseller-Autor C. S. Forrester hat in 11 Romanen die Abenteuer des fiktiven britischen Marineoffiziers Horatio Hornblower (1776-1848) erzählt, der vom Fähnrich bis zum Großadmiral in der Royal Navy aufsteigt. Die Reihe, die auch auf Deutsch vorliegt, gilt als einer der bedeutendsten Klassiker der maritimen Abenteuerliteratur und hat weltweit ein Millionenpublikum erreicht. Was die Romane – neben Schilderungen des täglichen Lebens an Bord und Abenteuern auf See - so interessant macht, fasst Wikipedia gut zusammen: „Hornblowers Erlebnisse könnten sich – von Details abgesehen – wie von Forrester geschildert zugetragen haben, ohne in allzu großen Konflikt mit der Geschichte zu geraten.“ Gleiches gilt für die maritime Familiensaga „Die Petersens“. Und zeitlich geht sie darüber hinaus, weil auch die Nachkommen von Klaus Petersen aus sieben Generationen bis 2001 in deutschen Marinen dienen.
8. Ist der Roman ein „Heldenepos“?
Trotz einiger spannender, aktionsreicher Beschreibungen ist ausdrücklich kein „Heldenepos“ beabsichtigt; negative Seiten bzw. Entwicklungen in der deutschen (Marine)Geschichte werden nicht ausgelassen.
